Projekt Zell Netz 2050

Forschungsprojekt ZellNetz2050

Die Energiewende in Deutschland birgt gänzlich neue Herausforderungen für die Energieversorgung. Adäquate und zuverlässige Energiesysteme und insbesondere ein stabiles elektrisches Energieversorgungsnetz sind die Grundvoraussetzung einer leistungsfähigen Wirtschaft. Der Wechsel zu fluktuierenden erneuerbaren Energien (EE) geht mit der geographischen Verschiebung der Erzeugungsschwerpunkte in ländliche Räume und der zeitlichen Verschiebung zwischen Erzeugung und Verbrauch einher. Dies führt zu neuen Anforderungen an Struktur und Regelung des Elektrizitätsversorgungsnetzes. So würde das EE-Angebot zunehmend ungenutzt bleiben, da zu vielen Zeitpunkten weder ausreichend Last noch Speicher zur Verfügung stehen. Gleichzeitig müsste für Zeiten mangelnder EE-Erzeugung eine gesicherte konventionelle Erzeugungsleistung mindestens in Höhe der Spitzenlast vorgehalten werden. Die punktuell hohen Erzeugungsleistungen beeinflussen zudem die Spannungsqualität und die thermische Belastung der Betriebsmittel. Zur erfolgreichen Integration großer Mengen fluktuierenden EE-Stroms muss das Energieversorgungssystem daher deutlich flexibler werden. Die notwendige Flexibilität kann grundsätzlich durch Speicher, Eingriffe auf Erzeugungs- und auf Verbraucherseite, durch die Bereitstellung ausreichend hoher Übertragungskapazitäten sowie durch die Kopplung mit anderen Sektoren, beispielsweise den Energiesystemen Wärme- und Gasversorgung oder der Mobilität bereitgestellt werden. 

Um die Sicherheit der Stromversorgung auch bei weiter zunehmender Integration fluktuierender EE zu garantieren muss die bestehende Netzinfrastruktur und der Netzbetrieb angepasst und weiterentwickelt werden. Das Forschungsprojekt ZellNetz2050 untersucht den „Ansatz der zellularen Netzstruktur“, mit dem diese Anpassung gelingen soll.

 

Das Projekt ZellNetz2050 ist zum 01. Mai 2019 gestartet. Es hat eine Laufzeit von drei Jahren.

Bei Fragen können Sie sich gerne an Felix Flatter  wenden.

 

 

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