Arbeiten im Forschungschwerpunkt Aktive Schwingungsdämpfung

Moderne Mehrkörpersysteme, wie Manipulatoren, Regalbediengeräte, Feuerwehrdrehleitern oder Drehkransysteme, werden in Leichtbauweise gefertigt, wodurch das Verfahren besonders dynamischer Bewegungsprofile ermöglicht wird. Auf Grund der verringerten Steifigkeit werden bereits bei geringen BeschleunigungRegalbediengeräten Strukturschwingungen innerhalb der Mehrkörpersysteme angeregt. Im Falle von Manipulatoren, wie z.B. Schweißrobotern, führen Strukturschwingungen dazu, dass Fertigungstoleranzen nicht eingehalten werden können, wodurch sich der Ausschuss innerhalb der Produktion erhöht und somit die Stückkosten steigen. Bei Feuerwehrdrehleitern, Drehkransystemen oder Regalbediengeräten sind die Auswirkungen von Strukturschwingungen, die aufgrund von äußeren Störeinflüssen, wie Wind, oder sich ändernden Belastungszuständen entstehen können, weit gefährlicher, da sie Sicherheitsrisiken für Feuerwehrleute, Baustellen- oder Lagerarbeiter darstellen und sogar zu Ermüdungsbrüchen führen können. Aus diesen Gründen beschäftigt sich der Forschungsschwerpunkt Aktive Schwingungsdämpfung mit der Modellierung, Analyse und Simulation von schwingungsfähigen Mehrkörpersystemen sowie mit der Entwicklung und Anwendung regelungstechnischer Methoden zur aktiven Dämpfung der Strukturschwingungen.

Praktische und theoretische Problemstellungen
Die Klasse der untersuchten Mehrkörpersysteme besteht aus offenen und geschlossenen kinematischen Ketten, die als über Gelenke verbundene Balkensysteme interpretiert werden. Die Aktuierung erfolgt über konzentrierte Stelleingriffe in den Gelenken. Aus Gründen der praktischen Realisierbarkeit sollen lediglich die in den Systemen bereits vorhandenen Sensoren verwendet werden oder solche, die sich kostengünstig nachrüsten lassen, wie Dehnungsmessstreifen oder Gyroskope.

Innerhalb des Forschungsschwerpunkts Aktive Schwingungsdämpfung werden konkret folgende Problemstellungen untersucht:
Neue Methoden und Lösungsansätze
Zur Lösung der genannten Problemstellungen werden in den nachfolgenden Bereichen entsprechende Methoden entwickelt:
Systeme zur Verifikation
Innerhalb des Forschungsschwerpunktes Aktive Schwingungsdämpfung sollen die entworfenen Methoden an folgenden Systemen verifiziert werden:
Tripod
Studien- und Diplomarbeiten bzw. Bachelor- und Mastertheses
Im Rahmen des Forschungsschwerpunktes Aktive Schwingungsdämpfung sind ständig Studien- und Diplomarbeiten bzw. Bachelor- und Mastertheses zu vergeben.

Grundlegende Kenntnisse der linearen und nichtlinearen Regelungstechnik, Simulationstechnik (MATLAB/Simulink) und Modellbildung sind von Vorteil.





Nähere Auskünfte zum Forschungsschwerpunkt und den Themen


Dipl.-Ing. Peter Müller (12/328)






Fachbereich EIT